| RAINER W. JUNKER
ORIGINALGRAPHIK, RADIERUNG, MALEREI
THEMEN: STILLE, FIGUR, AKT, LANDSCHAFT, DIE VERLORENE ZEIT
Junkers Bilder zeigen „unaufdringlich Gebliebenes und Bleibendes“. Er arbeitet „aus der Stille heraus“ und sucht „in der Welt des lauten Scheins die Einkehr zu sich selbst“. Des Künstlers Schaffen ist auch eine Suche nach der verlorenen Zeit und ein tiefes Reflektieren der Umwelt.
„Ich kann meine Existenz in dieser Welt nur ertragen, indem ich sie durch mein künstlerisches Tun bewältige.“ Rainer W. Junker
August von Platen
Dies Land der Mühe, dieses Land des herben Entsagens werd ich ohne Seufzer missen,
Wo man bedrängt von tausend Hindernissen Sich müde quält und dennoch muß verderben.
Zwar mancher Vorteil läßt sich hier erwerben, Staatswürden, Wohlstand, eine Last von Wissen, Und unsere Deutschen waren stets beflissen, Sich abzuplagen und geplagt zu sterben.
Ein Solcher darf zu keiner Zeit ermatten, Er fördre sich, er schmeichle jeder Mode
Und sei dabei, wo Glück und Macht sich gatten. Mir, der ich bloß ein wandernder Rhapsode,
Genügt ein Freund, ein Becher Wein im Schatten, Und ein berühmter Name nach dem Tode.
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